Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, war eine der faszinierendsten Figuren des britischen Königshauses. Er war bekannt als Ehepartner von Königin Elisabeth II., ein leidenschaftlicher Vertreter der Marine und ein Energiebündel in gemeinnützigen Bereichen. Doch in einigen kreativen Gemeinschaften findet Philip heute ein neues Leben – nicht nur als historische Persönlichkeit, sondern als fiktionaler Protagonist in alternativen Welten, einem sogenannten „Whoniversum“. In diesem Artikel betrachten wir sowohl den realen Prinz Philip als auch die kreative Art, wie Menschen ihn neu interpretieren – als eine Flucht in imaginative Sphären.
Ein Jahrhundert Leben und Wandel
Prinz Philip wurde am 10. Juni 1921 auf der griechischen Insel Korfu geboren. Er kam als Prinz von Griechenland und Dänemark zur Welt und stammte aus einer weit verzweigten europäischen Königsfamilie. Seine frühen Jahre waren von politischen Umbrüchen geprägt: Nach der Abdankung seines Onkels, König Konstantin I., wurde Philip mit seiner Familie aus Griechenland verbannt und verbrachte seine Kindheit zwischen verschiedenen Ländern in Europa.
Diese wechselvolle Jugend, geprägt von Exil und Neuorientierung, formte einen jungen Mann, der später sowohl in militärischen als auch gesellschaftlichen Bereichen aktiv war.
Der Marineoffizier und Erfinder des Engagements
Philip besuchte renommierte Schulen in Europa und wurde schließlich am Royal Naval College aufgenommen. Dort zeigte er herausragende Leistungen – und trat 1939 in die Britische Marine ein. Während des Zweiten Weltkriegs diente er auf mehreren Kriegsschiffen und nahm an Operationen im Mittelmeerraum und im Pazifik teil. Später kommandierte er das Zerstörerboot HMS Magpie.
Seine militärische Karriere endete, als Elizabeth 1952 Königin wurde. Von nun an widmete er sich seiner Rolle als Königlicher Gemahl, eine Position, in der er oft im Schatten seiner berühmten Ehefrau stand – aber mit unermüdlichem Einsatz.
Der Konsort der Königin – Leben an der Seite der Monarchin
Am 20. November 1947 heiratete Philip die damalige Prinzessin Elizabeth in Westminster Abbey. An diesem Tag erhielt er die Titel Herzog von Edinburgh, Earl of Merioneth und Baron Greenwich und wurde kurz darauf – 1957 – vom Königshaus offiziell als britischer Prinz bestätigt.
In einer Beziehung, die über 70 Jahre dauerte, unterstützte Philips Königin Elisabeth II. nicht nur bei offiziellen Verpflichtungen, sondern war oft ihr engster Vertrauter und Ratgeber. Die beiden reisten gemeinsam um die Welt, nahmen an Staatsbesuchen teil und repräsentierten das britische Königshaus bei unzähligen Zeremonien.
Prinz Philip galt als ständiger Begleiter, starke Persönlichkeit und manchmal auch als kritischer Geist, dessen Humor und direkte Art ihn von anderen Mitgliedern der Monarchie unterschied.
Eine Figur außerhalb der Norm – menschliche Facetten und Leidenschaften
Was Prinz Philip auszeichnete, war nicht nur seine Loyalität oder sein Pflichtbewusstsein, sondern auch seine breite Palette an Interessen:
-
Sport und Outdoor‑Leben: Er liebte Polo, Carriage‑Driving und segelte leidenschaftlich gern.
-
Fliegen: Philip sammelte Tausende Flugstunden als Pilot und war der erste Royal mit Helikopter‑Lizenzen.
-
Naturschutz und Wissenschaft: Er setzte sich stark für Umweltfragen und technische Innovationen ein.
-
Kunst und Kultur: Er sammelte Kunst, malte selbst und war Patron diverser Kulturinstitutionen.
All dies gibt einem Einblick in einen Mann, der sich nicht nur in königlichen Traditionen bewegte, sondern auch in vielen modernen Lebensbereichen zuhause war.
Das Whoniversum – ein Begriff aus der Welt der Fiktion
Der Begriff „Whoniversum“ ist in der Pop‑ und Fankultur kein offizieller historischer Ausdruck. Ursprünglich stammt „Whoniversum“ (englisch: Whoniverse) aus der Welt von „Doctor Who“, einem britischen Science‑Fiction‑Franchise, das seit 1963 existiert und ein vierdimensionales Universum mit Zeitreisen und Parallelwelten beschreibt.
In kreativen Gemeinschaften wird der Begriff teilweise für Shared Universes oder alternative Universen verwendet – also fiktionale Welten, die von Fans erschaffen werden, um bekannte Figuren in neuen Szenarien zu erleben. Wenn irgendwo von einem Prinz Philip Whoniversum die Rede ist, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine solche fan‑ oder community‑geschaffene narrative Welt, in der Philip neu erfunden wird – losgelöst von seiner historischen Realität und eingebettet in kreative, oft fantastische Szenarien. Solche alternativen Universen erlauben es, bekannte Personen in neuen Rollen zu sehen – als Abenteurer, Zeitreisende, oder Protagonisten in unkonventionellen Geschichten.
Warum kreative Flucht in alternative Universen?
Fiktionale Universen, wie das Whoniversum oder andere Shared Universes, sind ein kulturelles Phänomen. Fans und Schöpfer nutzen sie, um:
-
bekannte Charaktere neu zu interpretieren,
-
Geschichten zu erzählen, die in der Realität nicht möglich wären,
-
gefühlte Identifikation und kreative Begegnung zu schaffen, und
-
kritische oder humorvolle Perspektiven einzunehmen, die im realen Kontext kaum Platz finden.
Für eine Figur wie Prinz Philip – jemand, der historisch oft als traditionell und repräsentativ angesehen wurde – eröffnet eine kreative Flucht in alternative Welten neue Möglichkeiten. In der Fantasie können Aspekte seiner Persönlichkeit hervorgehoben werden, die in historischen Erzählungen weniger Raum bekommen haben: sein Humor, seine Abenteuerlust oder seine Sicht auf Technologie und Veränderung. Dies erlaubt es Leserinnen und Schöpferinnen gleichermaßen, einen neuen Zugang zu einer bekannten Figur zu finden, der sowohl spielerisch als auch tiefgründig sein kann.
Geschichte trifft Fantasie – ein kreatives Miteinander
Auch wenn offiziell kein dokumentiertes Prinz Philip Whoniversum existiert, so zeigt die Idee an sich doch etwas Wichtiges über die Art, wie wir heute mit Geschichte und Persönlichkeiten umgehen. Wir leben in einer Zeit, in der Tradition und Popkultur aufeinandertreffen, in der Reality und Fiktion fließend werden und in der historische Figuren als Ausgangspunkt für kreative Exploration dienen.
Solche narrative Experimente sind kein Zufallsprodukt. Sie entstehen, weil Menschen:
-
mehrdimensional denken wollen,
-
Identität und Erbe neu erkunden, und
-
alte Geschichten in neuem Licht sehen möchten – ganz so, wie Liebhaber alter Mythen sie oft neu erzählen.
Fazit: Prinz Philip – Mensch, Mythos, Metapher
Prinz Philip war ein Mann mit einem langen und bewegten Leben, das von persönlichen Herausforderungen, königlichen Pflichten und vielen Leidenschaften geprägt war. Doch genauso wie historische Figuren können durch kreative Flucht neue Facetten entstehen. Ein Konzept wie das Whoniversum – auch wenn es nicht offiziell mit Philip verbunden ist – regt dazu an, die Grenzen des Bekannten zu erweitern und das Gewöhnliche in etwas Unerwartetes zu verwandeln. Die Idee dahinter lässt uns darüber nachdenken, wie wir Identitäten erfinden, erneuern und mit Bedeutung aufladen, lange nachdem reale Lebensgeschichten geschrieben sind.

